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Folienauskleidung für das Betonbecken
Zur Abdichtung des Beckens von innen wird das Becken mit Folie ausgekleidet. Je nach Hersteller gibt es verschiedene Farben, Muster und Oberflächenprägungen. Im Betonbecken übernimmt der Beton die statische Tragfunktion, die Folie die Wasserundurchlässigkeit. Diese Trennung der Funktionen macht das System tolerant gegenüber feinen Rissen im Beton, weil die elastische Folie sie überbrückt, und sie erlaubt einen späteren Folientausch, ohne den Rohbau anzutasten.
Entscheidend für ein dauerhaft dichtes Becken ist die fachgerechte Verlegung. FKB verlegt Schwimmbadfolie nach den anerkannten Regeln der Technik und nach Herstellervorgabe. Im Folgenden zeigen wir den Ablauf der Auskleidung Schritt für Schritt.
So entsteht die Folienauskleidung
Schritt 1 – Vorbereitung und Vlies
Am Beckenkopf wird ein Folienverbundblech in Waage befestigt, an Treppenstufen und Sitzpodest kommen Folienverbundwinkel. Auf den desinfizierten Beckenboden und die Beckenwand wird ein antibakterielles Unterlegvlies geklebt.
Schritt 2 – Wände und Verschweißung
Die Einbauteile werden ausgeschnitten, die Beckenwände zugeschnitten und mit Heißluft vor Ort verschweißt sowie an den Folienverbundblechen am Beckenkopf angeschweißt.
Schritt 3 – Einbauteile und Befüllung
Beckenboden, Treppen und Sitzpodeste werden geschweißt. Zum Abflanschen wird das Becken mit etwa 15 bis 20 cm Wasser gefüllt, die Einbauteil-Öffnungen ausgeschnitten und Flansche sowie Blenden angeschraubt. Zum Abschluss wird das Becken komplett gefüllt.



Folientypen und Oberflächen
Welche Folie zum Becken passt, hängt von Beanspruchung, Optik und Einsatzbereich ab. Die folgende Übersicht zeigt die gängigen Varianten, ihre Dicke und ihre Lebensdauer.
| Folientyp | Dicke | Eigenschaften | Lebensdauer |
|---|---|---|---|
| PVC-P Standard | 1,5 mm | breite Farbauswahl, gut schweißbar, wirtschaftlich | 10–15 Jahre |
| PVC-P verstärkt | 1,5–2,0 mm | Armierungsgewebe, erhöhte Reißfestigkeit, dimensionsstabil | 15–20 Jahre |
| fPP-Folie | 1,5 mm | halogenfrei, kälteflexibel, chemikalienbeständig | 20–25 Jahre |
Die Oberfläche gibt es glatt oder rutschhemmend geprägt, etwa für Treppen und flache Einstiegsbereiche. Die Farbwahl beeinflusst die Wasseroptik deutlich: Hellblau und Weiß ergeben ein klares, helles Becken, dunkle Töne wie Anthrazit wirken intensiver und erhöhen die Solarabsorption. Gewebeverstärkte Folien lassen sich auch für die Sanierung bestehender Becken einsetzen, weil sie maßlich stabil bleiben.
Schweißnaht, Vlies und Befestigung
Die Dichtheit eines Folienbeckens steht und fällt mit der Naht. FKB führt die Bahnen mit ausreichender Überlappung und führt die Nähte möglichst auf der Bodenfläche, nicht auf den Kanten. Die wichtigsten technischen Eckdaten:
- Nahtprüfung nach DVS-Richtlinie 2225 bzw. Herstellervorgabe: Doppelnähte von mindestens 25 mm Breite, die über den eingeschlossenen Luftkanal per Druckprüfung kontrolliert werden.
- Unterlagsvlies 500 g/m²: vollflächig und überlappend verlegt, schützt die Folie vor punktueller Beschädigung durch den Untergrund.
- Untergrund Q3: alle Innenflächen vollflächig glatt verspachtelt, 90-Grad-Kanten ohne Fasen, damit die Folie faltenfrei anliegt.
- Oberkanten-Befestigung: die Folie wird über das einbetonierte Folienverbundblech beziehungsweise ein Einlege- oder Klemmprofil aus Aluminium oder Edelstahl gehalten.
- Einbauteil-Anbindung: jede Durchdringung wird über einen Folienflansch wasserdicht verschraubt und verschweißt.
Wasserpflege und Lebensdauer
Damit die Folie ihre rechnerische Lebensdauer erreicht, ist die richtige Wasserpflege wichtig. PVC reagiert empfindlich auf dauerhaft falsche Werte. Wir empfehlen einen pH-Wert von 7,0 bis 7,6 und einen freien Chlorgehalt von 0,3 bis 0,6 mg/l. Dauerhaft über 1,0 mg/l kann freies Chlor die Weichmacher der Folie verändern und sie verspröden lassen, ein pH-Wert unter 6,8 greift Metalleinbauteile an. Ein Calcit-Sättigungsindex zwischen 0 und +0,3 verhindert Kalkbelag auf der Folie.
Zur Pflege gehört regelmäßiges Bürsten mit weicher Bürste, das Entfernen von Kalkflecken mit folientauglichem Kalklöser und die jährliche Sichtkontrolle von Folie und Nähten. Kleine mechanische Beschädigungen lassen sich mit Heißluft oder Kaltschweißmittel reparieren, gelöste Nähte schweißt der Fachbetrieb nach. Der größte Vorteil des Systems bleibt: Ist die Folie nach vielen Jahren am Ende ihrer Lebensdauer, wird nur sie erneuert. Der Betonkörper hält über 50 Jahre und bleibt erhalten, sodass ein Folientausch deutlich günstiger ausfällt als ein Beckenneubau.
Vorteile der Folienauskleidung
Das Betonbecken mit Folienauskleidung ist nicht ohne Grund das in Deutschland am weitesten verbreitete Beckensystem im privaten Schwimmbadbau. Es verbindet die Robustheit des massiven Betonkörpers mit der Gestaltungsfreiheit und Wirtschaftlichkeit der Folie:
- Beliebige Formen: Rechteck, Freiform, Treppen, Sitzbänke und Nischen lassen sich abbilden, weil die Folie vor Ort zugeschnitten und verschweißt wird.
- Günstige Massivbauweise: Im Vergleich zu Edelstahl- oder Fliesenbecken ist die Folienauskleidung die wirtschaftlichste dauerhafte Lösung.
- Reparierbar und austauschbar: Schäden lassen sich lokal schweißen, am Lebensende wird allein die Folie erneuert.
- Rissüberbrückend: Die elastische Folie überbrückt feine Setzungs- und Arbeitsrisse im Beton.
- Vielfältige Optik: zahlreiche Farben, Muster und Prägungen für eine individuelle Wasserwirkung.
Gut geeignet ist das System sowohl für das Freibad als auch für das private Hallenbad. Bei Hallenbädern ist auf eine sorgfältige Innendämmung und Wasserpflege zu achten, weil das Klima die Folie und die Einbauteile dauerhaft beansprucht. In jedem Fall plant FKB die Beckengröße so, dass sie zu den Folienbahnen passt und möglichst wenig Verschnitt entsteht.
Schwimmbadfolie wird als Rollenware mit einer Bahnenbreite von 1,65 m oder 2,00 m geliefert. Wer die Beckenmaße früh auf dieses Raster abstimmt, spart Material und Verlegezeit. Wirtschaftlich günstige Beckenbreiten liegen zum Beispiel bei rund 3,25 m, 3,95 m oder 4,65 m, weil dort eine Folienbahn voll genutzt wird, statt einen schmalen Reststreifen zusätzlich verschweißen zu müssen. Solche Details fließen in unsere Planung ein, lange bevor die erste Bahn zugeschnitten wird. Gemeinsam mit der Abstimmung der Einbauteil-Positionen vor der Betonage ergibt sich daraus ein Becken, das technisch sauber und wirtschaftlich gebaut ist und über viele Jahre Freude bereitet.
Folie für die Beckensanierung
Eine Folienauskleidung ist nicht nur beim Neubau eine gute Wahl, sondern auch das Mittel der Wahl bei der Sanierung. Undichte gefliese Becken, gealterte Polyesterbecken oder spröde gewordene Altfolien lassen sich mit einer neuen, gewebeverstärkten Folie wieder dicht und optisch ansprechend machen, ohne den Beckenkörper abzureißen. Voraussetzung ist ein tragfähiger, ausreichend ebener Untergrund, den wir vor der Verlegung prüfen und bei Bedarf mit Spachtel und Vlies vorbereiten. So wird aus einem sanierungsbedürftigen Altbecken in überschaubarer Bauzeit wieder ein einladendes Schwimmbad. Welche Lösung in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gern in einer persönlichen Beratung vor Ort. Bringen Sie dazu am besten ein paar Fotos und die ungefähren Maße Ihres bestehenden Beckens mit, dann können wir den Aufwand verlässlich einschätzen.
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Betonbecken
Aufbau, Rohbauvarianten und Schichtfolge des Betonbeckens, das mit Folie ausgekleidet wird.
Schwimmbadfolie
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Beratung und Sortiment
Die Wahl des Schwimmbeckens prägt Ihren Pool für Jahrzehnte – Beckentyp, Größe, Form, Material. Wir beraten Sie zu PP-Becken, Edelstahl-, Stahlwand- und Styroporblock-Beckensystemen und finden gemeinsam die passende Lösung.
Fragen & Antworten: Folienauskleidung
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Was findet man in der Kategorie Folienauskleidung?
Diese Seite erklärt Schritt für Schritt, wie ein Betonbecken mit Schwimmbadfolie ausgekleidet wird: von der Vorbereitung mit Unterlegvlies über das Verschweißen der Folienbahnen bis zum Abflanschen der Einbauteile und der Befüllung. Dazu kommen eine Übersicht der Folientypen, Hinweise zur Wasserpflege und die Vorteile des Systems. -
Welche Vorteile bietet Folienauskleidung?
Die elastische Folie dichtet das Betonbecken zuverlässig ab und überbrückt feine Risse im Beton. Sie erlaubt beliebige Beckenformen mit Treppen und Sitzbänken, ist im Vergleich zu Edelstahl- oder Fliesenbecken die wirtschaftlichste dauerhafte Lösung und lässt sich lokal reparieren oder am Ende ihrer Lebensdauer austauschen, ohne den Betonkörper anzutasten. -
Welche technischen Eigenschaften sind bei Folienauskleidung relevant?
Relevant sind Folientyp und Dicke: PVC-P-Standardfolie mit 1,5 mm, gewebeverstärktes PVC-P mit 1,5 bis 2,0 mm oder halogenfreie fPP-Folie. Dazu kommen druckgeprüfte Doppelnähte, ein vollflächig verlegtes Unterlegvlies mit 500 g/m², ein glatt gespachtelter Untergrund und die wasserdichte Anbindung aller Einbauteile über Folienflansche. -
Worauf sollte man bei Folienauskleidung achten?
Entscheidend ist die fachgerechte Verlegung nach Herstellervorgabe. Im Betrieb schonen ein pH-Wert von 7,0 bis 7,6 und ein freier Chlorgehalt von 0,3 bis 0,6 mg/l die Folie. Wer die Beckenmaße früh auf die Bahnenbreiten von 1,65 m oder 2,00 m abstimmt, spart außerdem Material und Verschnitt.