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Lüftungskanal und Beschleierungs-Versorgung im Keller
Der unsichtbare Versorgungsweg. Was im Keller bzw. in den umlaufenden Technik-Schächten an Luftkanälen geführt wird, entscheidet über die Effizienz, die Betriebsruhe und die Wartungsfreundlichkeit der gesamten Schwimmhalle. Speziell für diesen Einsatz sind Sandwich-Paneel-Kanalsysteme entwickelt – leicht, hochdämmend und korrosionsbeständig (FKB-Leitfaden, S. 26–29).
Sandwich-Paneel-Technik
Die Kanäle bestehen aus Polyurethan-Hartschaum-Sandwich-Paneelen mit beidseitiger Aluminium-Verkleidung. Diese Kombination ist auf den Schwimmhallen-Einsatz hin optimiert – sie bringt drei Eigenschaften gleichzeitig: hochdämmend, leicht, korrosionsbeständig.
| Eigenschaft | Wert / Material | Wirkung |
|---|---|---|
| Dämmkern | PUR-Hartschaum, Dichte 45 kg/m³, > 95 % geschlossene Zellen | kein Feuchteeintrag, dauerhaft formstabil |
| Wärmedurchgangskoeffizient | 0,022 W/(m·°C) | hervorragende Dämmung – keine separate Außendämmung notwendig |
| Innen-/Außen-Verkleidung | Aluminium, 60 µm, korrosionsbeständiger Polyester-Lack außen | chlorhaltige Hallenluft greift den Kanal nicht an |
| Gewicht | gering | weniger Befestigungspunkte nötig |
| Bearbeitung | auf der Baustelle anpassbar | flexibel bei Hindernissen oder nachträglichen Änderungen |
Vorteil gegenüber konventionellen Blech-Kanälen: die sonst übliche zusätzliche Isolierung und Dampfsperre kann entfallen – das spart Zeit bei der Installation und Kosten im Projekt.
Führung im Gebäude
Die Kanäle werden idealerweise in den umlaufenden Technik-Schächten um das Becken geführt – siehe Umlaufender Zugang und Sanierbarkeit. Vorteile dieser Führung:
Kurze Wege zum Glas. Die Lüftungsschienen vor den Fensterfronten werden direkt versorgt – siehe Fensterbeschleierung mit Schlitzschienen. Druckverlust und Leitungslänge bleiben minimal.
Wartung jederzeit. Revisionen sind ohne Eingriff in den Hallenboden möglich. Spätere Sanierungen der Pooltechnik haben Zugang zu jedem Detail.
Klare Trennung. Lufteinheit, Kondensat, Beckenwasser und Elektroinstallation sind räumlich getrennt – Fehlersuche wird im Schadensfall einfacher.
Praxis-Hinweise zur Planung
Platz früh einplanen. Bereits in der Planung muss genügend Platz für die Verlegung und die spätere Wartung vorgesehen werden. Mindestbreiten und -höhen gehören in die Entwurfsplanung – nicht erst in die Ausführungsplanung.
Revisionsöffnungen. Jeder Kanalabschnitt braucht eine zugängliche Öffnung – im laufenden Betrieb sind das die Servicepunkte, an denen Filter gewechselt, Sensoren geprüft und kleine Reparaturen ohne Ausbau durchgeführt werden.
Abstimmung mit Architekt und Bauphysik. Der Kanalweg muss mit dem Wand- und Deckenaufbau (Wand- und Deckenaufbau) sowie der Dampfsperre (Dampfsperre und Innendämmung) abgestimmt sein. Durchdringungen sind sorgfältig abzudichten – jede ungeschützte Öffnung wird zur Feuchte-Eintrittsstelle.
Anschluss an das Entfeuchtungsgerät. Aus dem Klimagerät führt der Kanal zur Halle und wieder zurück. Bei Außenluft-Systemen (z. B. LEG-AuFo-R mit zweistufiger Wärmerückgewinnung) muss zusätzlich der Außenluft- und Fortluft-Anschluss geführt werden – siehe Heizungsauslegung.
Bilder zum Thema
Kanalsystem-Module aus Sandwich-Paneelen: PUR-Hartschaum-Kern mit beidseitiger Aluminium-Verkleidung (60 µm), außen mit korrosionsbeständigem Polyester-Lack beschichtet. Leicht, hochdämmend, ideal für den Schwimmhallen-Einsatz.
Praxisgerechte Kanalführung im Untergeschoss: robust, gut zugänglich, mit optimaler Wärmedämmung. Die kompakte Ausführung spart Platz, lange Wartungszugänge bleiben offen.
Kanalführung im Technikraum: platzsparend verlegt, sicher abgedichtet, jede Durchdringung mit Dampfsperre verklebt. So bleiben Bauhülle und Lufttechnik dauerhaft getrennt von der feuchten Hallenatmosphäre. (Quelle: FKB-Leitfaden, S. 27)
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Beratung und Leitfaden
Eine durchdachte Lüftungskanal-Führung ist die Voraussetzung für effizienten Betrieb und einfache Wartung über Jahrzehnte. Wir planen die Kanal-Führung gemeinsam mit Architekt und Bauphysiker, wählen das passende Sandwich-System aus und begleiten die Bauausführung. Sprechen Sie uns an – idealerweise schon vor der Ausschreibung.
Fragen & Antworten: Lüftungskanal
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Wie groß muss der Kanal sein?
Die Querschnitte ergeben sich aus dem Volumenstrom und der zulässigen Luftgeschwindigkeit. Üblich sind Rechteck-Kanäle, Größen werden pro Projekt ausgelegt. -
Kann der Kanal auch über Putz laufen?
In Bestandsbauten möglich, im Neubau aber selten sinnvoll: ein im Keller eingebauter Kanal nimmt keinen sichtbaren Raum in der Halle ein und ist thermisch und akustisch besser zu detaillieren. -
Wie laut ist der Lüftungsbetrieb?
Bei sauberer Auslegung sehr leise. Hörbar wird die Anlage erst, wenn Querschnitte zu klein, Klappen zu eng oder Bögen zu scharf sind. -
Welche Wartung fällt regelmäßig an?
Klimagerät-Filter, Reinigung der Kanalflächen (bei Bedarf), Funktionsprüfung der Klappen, Hygiene-Inspektionen je nach Nutzung. Eine jährliche Routine ist Standard. -
Braucht der Kanal einen Brandschutz?
An jeder Brandabschnitts-Grenze gelten die jeweiligen baurechtlichen Anforderungen (Brandschutzklappen). Das wird mit dem Brandschutzplaner und der zuständigen Behörde abgestimmt. -
Was passiert bei einer Tauwasser-Pfütze im Kanal?
Ein Hinweis, dass die Dämmung lokal nicht ausreicht oder der Kanal an einer Stelle Kondenswasser-anfällig geworden ist. Mit dem Lüftungs-Planer gemeinsam beheben.